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Spielberichte RL Süd 00/01
8. Spieltag: KSC - Eintracht Trier 2:0

16.09.2000, Karlsruhe, Wildparkstadion

Nachdem es im Auswärtsspiel in Regensburg die erste Saisonniederlage für den KSC gesetzt hatte, war man gegen die Moselstädter bereits unter Druck. Mit einem hohen Sieg war zwar sogar die Tabellenführung möglich, doch bei einer Niederlage hätten sich die Blau-Weißen plötzlich im Mittelfeld wiedergefunden.

Im Wildpark hatten sich diesmal leider nur 7.500 Zuschauer eingefunden, was den bisher geringsten Besucherzuspruch bedeutete. Auch der Gästeblock war ziemlich verwaist, es werden wohl keine 100 Eintracht-Fans gewesen sein, die ihr Team begleitet hatten.
Die KSC-Fans boten wieder ein ansehnliches Intro: beim Einlauf der Mannschaften gab es wieder eine geniale Kassenrollen-Wurf-Aktion und in der Singing Area wurde dazu ein Banner mit der Aufschrift "Die geilste Mannschaft seit Jahren" hochgehalten.

In der ersten Halbzeit konnten unsere "geilen Jungs" das allerdings nicht bestätigen. Schon in der Anfangsphase gestattete man den Gästen gute Torchancen. Der KSC kam seinerseits eigentlich nur zu einer einzigen vernünftigen Möglichkeit, als Fabus kurz vor der Pause eine Flanke von Cetin verpaßte. Auch auf den Rängen war die Stimmung - dem Spiel angepaßt - längst nicht so überschwenglich wie in den vergangenen Partien.

Mit dem für den KSC fast etwas glücklichen 0:0 ging es in die Kabine. Dort muß Stefan Kuntz seiner müden Truppe wohl gehörig den Marsch geblasen haben, denn nach Wiederanpfiff waren die Blau-Weißen kaum wiederzuerkennen.
Schon nach drei Minuten gab es endlich Grund zum Jubeln. Der ehemalige Saarbrücker Carsten Birk trug sich mit einem genialen Hammer aus 18 Metern in den Winkel als vierter Spieler in die KSC-Torschützenliste ein - der Jubel war natürlich groß.

Der KSC spielte von nun an endlich druckvoller nach vorne und kam vermehrt zu Chancen. Vor allem Aydin Cetin bekam angesichts seiner diversen vergebenen Einschußmöglichkeiten hollywoodreife Tobsuchtsanfälle.
Ein weiteres Manko beim Heimteam war das - um es vorsichtig auszudrücken - ausbaufähige Spielverständnis. Mehrmals wurden frei stehende Mitspieler einfach ungesehen im badischen Regen stehengelassen, während es der ballführende Spieler vorzog, den Ball höchstselbst danebenzusemmeln.

Ansonsten waren die Jungs aber wieder mit vollem Eifer bei der Sache und jetzt sichtlich bemüht, die Scharte Regensburg wieder auszumerzen. Vereinfacht wurde dieses Vorhaben in der 68. Minute, als der Trierer Igor Budisa nach einem Foul am Ex-Trierer Werner Heinzen die Gelb-Rote Karte sah.
Von nun an war von den Gästen kaum noch etwas zu sehen, und der KSC drängte auf weitere Treffer. Kurz vor Schluß endlich gelang es Aydin Cetin doch noch, das 2:0 zu erzielen und damit den finalen Jubel im Wildpark einzuläuten. Dass die Tabellenführung um ein Tor verpaßt worden war, tat der guten Stimmung hierbei keinen Abbruch, und so drehte das Team mitsamt Ersatzspielern wieder mal eine ausführliche Ehrenrunde einschließlich La Ola.

Nach dem Spiel wurde in der Titanic noch etwas weitergefeiert. Jetzt bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass der KSC in Zukunft auch bei seinen Auswärtsauftritten ähnlich gute Leistungen bringt wie im Wildpark.


Siehe auch:
> RL Süd 00/01 > 8. Spieltag: KSC - Eintracht Trier 2:0
8. Spieltag: KSC - Eintracht Trier 2:0
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