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Spielberichte RL Süd 00/01
7. Spieltag: Jahn Regensburg - KSC 3:1

09.09.2000, Regensburg, Jahnstadion

Viel vorgenommen hatte der KSC sich für die Partie bei den heimstarken Aufsteigern. Nach der schwachen Auswärtspartie in Darmstadt wollte man endlich auch in der Fremde so beherzt auftreten wie im heimischen Wildpark.

Samstag morgen um acht Uhr ging es für vier KSC-Fanbusse am Karlsruher Hbf los in Richtung Bayern. Nach einer relativ reibungslosen Fahrt im Konvoi erreichte man die Domstadt bereits um Eins. In Stadionnähe wurden die Fans allerdings von Polizei in Empfang genommen. Diese hatte offenbar mit einer Horde zerstörungswütiger Badener gerechnet und stellte erst mal klar, dass man beim kleinsten Mucks den Unruhestifter rigoros festnehmen würde.

Nach einer weiteren kurzen „Stadtrundfahrt“ in Regensburg durften wir ungefähr eine halbe Stunde (!) später endlich den Bus verlassen - die Ordnungshüter ließen es sich dabei nicht nehmen, über diesen Vorgang einen wohl abendfüllenden Dokumentarfilm zu drehen...

Nachdem dann auch noch die letzte Hürde namens Eingangskontrolle genommen war („Nein, in der Filmdose ist keine Bombe versteckt“), war es uns endlich vergönnt, das altehrwürdige Jahnstadion auch von innen zu sehen.
Im Gästeblock trafen wir uns noch mit einem KSC-Fan aus der Münchner Gegend und einem Club-Fan - seid an dieser Stelle gegrüßt!
Die etwa 300 KSCler hatten eine ganze Kurve für sich alleine gepachtet; die meisten Fans standen in der Mitte auf einem Haufen zusammen.
Das Stadion war mit ca. 8.000 Zuschauern gut gefüllt. Der Jahn-„Fanblock“ befand sich auf der Gegengerade. Von der Masse her war dieser allerdings doch eher dünn besetzt und deshalb auch nicht groß zu hören.

Originelle Aktionen als Intro seitens des KSC-Anhangs fielen leider ganz flach. Eine geplante „Regenschirm-Aktion“ konnte nicht durchgeführt werden, da man die Teile wie auch die diversen Doppelhalter nicht ins Stadioninnere nehmen durfte - ein schlechtes Ohmen...

Der KSC begann die Partie zunächst verhalten, doch trotzdem gab es bereits frühzeitig einen ersten Aufschrei im Auswärtsblock - Elfmeter für die Blau-Weißen! Doch als sich Kopfballungeheuer Martin Fabus den Ball zurechtlegte, schwante einem schon Böses - hatte dieser doch zuletzt arge Schwierigkeiten, wenn er einen Ball mit dem Fuß berühren musste. Leider bestätigten sich die Befürchtungen, als der slowakische Nationalspieler das Spielgerät neben das Gehäuse zimmerte.
Ein sehr ärgerlicher Fehltritt, denn mit einer Führung im Rücken hätte der KSC das Spiel vielleicht besser in den Griff bekommen. So aber lief die Partie weitgehend an den Gästen vorbei, die nie richtig in Schwung kamen. Folgerichtig fiel in der 31. Spielminute das Tor für die Gastgeber nach einem Tölcseres-Freistoß, womit man nun erstmals in dieser Saison einem Rückstand hinterherlaufen musste.
Etwas aus heiterem Himmel dann erneut die Chance aus elf Metern: diesmal legte sich Tobias Weis, der gegen Siegen einen Elfer erst im Nachschuß verwandelt hatte, den Ball zurecht und machte es besser als sein Vorgänger - der Ausgleich für den KSC! Während im Fanblock noch kräftig gefeiert wurde, gab es allerdings auch schon den nächsten Pfiff des Schiris, womit den KSC-Fans der Torjubel im Halse stecken blieb. Erneut Elfer, diesmal auf der Gegenseite: Der für den verletzten Ben Manga eingewechselte Espinosa hatte den SSVler Altmann von den Beinen geholt.
Thomas Walter hatte keine Chance, und schon war Jahn wieder vorn.

Mit dem 2:1 ging es auch in die Pause. Unglücksrabe Carlos Espinosa, der neben dem Elfmeter auch den Freistoß zum 1:0 verursacht hatte, blieb gleich in der Kabine.
Nach Wiederanpfiff tat sich auch nicht mehr viel Erfreuliches. Der KSC spielte weiterhin wenig berauschend und kam kaum zu vernünftigen Torchancen. In der 59. Minute dann die endgültige Entscheidung: Bachmaier erzielt das 3:1, womit die erste Saisonniederlage für die Badener besiegelt war. Danach wurde im KSC-Block noch ein bisschen „nach vorne und nach hinne“ geschunkelt und „von links nach rechts“ gelaufen. Als man allerdings einen am Zaun befestigten Plastikeimer zur Trommel umfunktionieren wollte, sahen sich die stets präsenten Ordnungshüter auf den Plan gerufen und konfiszierten das Teil. Mit Plastikbechern wurde weitergekleppert, ehe der Schlußpfiff dem Treiben ein Ende setzte. Pfiffe für das KSC-Team gab es übrigens nicht; stattdessen kam die Mannschaft noch an den Zaun und bekam „We love you, Karlsruh’“-Gesänge zu hören.

Zurück ging’s zu den Bussen. Die Abfahrt verzögerte sich allerdings noch ziemlich, da man erst auf einen Mitreisenden warten musste, den die Polizei wohl wegen Beamtenbeleidigung oder sonst irgendwas einkassiert hatte.
Auf dem Rückweg fuhren wir dann einen „kleinen“ Umweg über München, um einen Stau auf der Nürnberger Autobahn zu vermeiden, der allerdings wohl halb so wild war - aber nix für ungut... Nach einem lautstarken Zwischenstop bei einem „amerikanischen Schnellrestaurant“ erreichten wir dann um halb zwölf endlich wieder Karlsruhe.

Jetzt heißt es für den KSC also, im nächsten Heimspiel gegen Trier Wiedergutmachung zu betreiben, um weiterhin ganz vorne mitzuspielen.


Siehe auch:
> RL Süd 00/01 > 7. Spieltag: Jahn Regensburg - KSC 3:1
7. Spieltag: Jahn Regensburg - KSC 3:1
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