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Spielberichte 2. Liga 06/07
15. Spieltag: KSC - Erzgebirge Aue 0:1

03.12.2006, Karlsruhe, Wildparkstadion

Gegen Erzgebirge Aue wollte der KSC sich die Tabellenführung zurückholen, die uns kurz zuvor Hansa Rostock geklaut hatte. Die Aussicht auf "KApolista", aber auch die für Anfang Dezember quasi tropischen Temperaturen sorgten erneut für Andrang im Wildpark, 22.000 Zuschauer wollten den KSC siegen sehen.
Am Stadion waren leider keine Karten mehr für A4 zu haben, weshalb Flo-Valerij und ich in den Block A1 neben der Haupttribüne auswandern mussten. So weit hatte ich mich noch nie von der Gegengerade entfernt, aber man ist ja offen für neue Erfahrungen.
Zumindest ist es auch mal interessant, das Treiben in den KSC-Fanblöcken von Außen zu beobachten.

Zunächst gab es eine Hiobsbotschaft bei der Mannschaftsaufstellung, Godfried Aduobe hatte sich beim Aufwärmen verletzt und fiel kurzfristig aus. Das ging ja gut los.
Das Spiel begann mit einer Gedenkminute für den kürzlich verstorbenen Max Merkel. Der Österreicher hatte zwar nur kurz Anfang der Achtziger beim KSC den Trainerposten inne gehabt, dabei aber den KSC vor dem Abstieg bewahrt und für allerlei Anekdötchen gesorgt.
Die Gegengerade widmete dem "großen Zampano" ein Spruchband.
Die zahlreich angereisten Gäste aus dem Erzgebirge hatten beim Einlaufen der Mannschaften eine große Blockfahne zu bieten.

Dann ging es auch endlich los. Der KSC war bemüht, allerdings nicht zwingend torgefährlich. Die Auer hingegen machten zunächst keinerlei Anstalten, sich in Richtung KSC-Tor zu bewegen. So plätscherte die erste Halbzeit so vor sich hin und es ging folgerichtig mit einem 0:0 in die Kabine.

Kaum hatten wir nach der Pause wieder unseren Platz eingenommen, tat sich auf dem Spielfeld Unerfreuliches. Zum Glück war ich gerade dabei, meine Brille zu putzten - so konnte ich nicht sehen, wie Killer-Miller aus seinem Kasten eilte, am Ball vorbeisegelte, und selbigen kurz danach aus dem Netz aufsammeln musste.

0:1-Rückstand, wahrlich keine guten Voraussetzungen für die zweite Halbzeit gegen eine derartig defensiv eingestellte Truppe aus Aue, die es sich nun auch in der eigenen Hälfte häuslich einrichtete.

Zumindest war nun richtig Leben in der Bude und die Blau-Weißen gaben Gas. Die Stimmung war recht gut, der Block A1 entpuppte sich allerdings als ziemlich ruhige Ecke.
Flo-Valerij und ich waren wohl akustisch schon ziemlich auffällig ("des sen awwer zwoi hardcore-fans"). Später hielt sich mein vorderer Nachbar, ein Herr älteren Baujahres, gar vehement die Ohren zu, als ich mich wohl etwas zu laut über eine der zahlreichen vergebenen Torchancen aufregte. Wo waren wir da nur hingeraten... Vielleicht sollte der lärmempfindliche Herr einen Umzug auf die Haupttribüne in Erwägung ziehen (oder aber wir uns nächstes Mal rechtzeitig um Tickets kümmern).

Grund, sich zu ärgern, gab es jedenfalls noch reichlich im weiteren Spielverlauf, das Bemühen war dem ständig anrennenden KSC aber nicht abzusprechen. Vor allem die fünfminütige Nachspielzeit bot Dramatik und genügend Chancen zum Ausgleich.
Es sollte leider nicht sein, und so war es am Ende passiert - die erste Niederlage am 15. Spieltag. Irgendwann musste das ja mal kommen, also kein Grund, in Panik zu verfallen.


Siehe auch:
> 2. Liga 06/07 > 15. Spieltag: KSC - Erzgebirge Aue 0:1
15. Spieltag: KSC - Erzgebirge Aue 0:1
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