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Spielberichte 2. Liga 99/00
33. Spieltag: Greuther Fürth - KSC 2:0

21.05.2000, Fürth, Playmobilstadion

Das letzte Auswärtsspiel in der zweiten Liga sollte uns ins Fürther Playmobil-Stadion führen. Da ein normaler Zug von Köln nach Fürth doch etwas teuer schien, entschieden wir uns, per Wochenendticket unser Glück zu versuchen.

So wurde ich also am Sonntag Morgen um fünf Uhr früh unsanft von meinem Wecker wachgeklingelt und schaffte es irgendwie, mich schlaftrunken zum Bahnhof zu begeben. Im Zug traf ich mich noch mit einem anderen Kölner Exil-Badener und los ging's. Bis Frankfurt klappte eigentlich alles überraschend gut, doch man soll den Tag bekanntlich nicht vor dem Abend loben. Wegen irgendeiner dämlichen Baustelle fuhr unser Anschlußzug erst von Hanau aus, wo wir aber leider nicht mehr rechtzeitig hinkamen. So mußte man also in den sauren Apfel in Form eines teueren Intercitys nach Würzburg beißen. Dort erreichten wir dann wenigstens auf die Minute genau den Regionalexpress nach Nürnberg, wo wir auch schon auf ein paar weitere KSC-Fans trafen.

Am Fürther Bahnhof wurden wir (genau 8 KSCler!) dann von einem Polizei-Großaufgebot empfangen und netterweise sogar per Handschlag begrüßt. Per Bus ging es dann in Richtung Rohnhof. Außer den ca. 5000 Fürthern war im Gästeblock wieder eine recht ansehnliche Anzahl an Badenern vorzufinden; darunter auch sieben Mitglieder von SUPPURBIA.

Die Stimmung bei den Mitgereisten war ausgezeichnet und es wurde eine gute Show inszeniert. Zum Einstieg gab es eine umgedichtete Version von "Tränen lügen nicht", Doppelhalter und Überziehfahne. Bald begann es auch wieder zu qualmen und ein Bengalo wurde gezündet, was einen Großeinsatz der anwesenden Ordnungshüter auslöste. Zwei Leute wurden abgeführt, und im weiteren Verlauf kam es nioch zu einigen Meinungsverschiedenheiten zwischen Fans und Polizei. Trotz dieser Einschränkung wurde in Halbzeit eins das gesamte Repertoire an Gesangs- und Pogoeinlagen zum besten gegeben: von melancholischen Abschiedsgesängen ("Wenn Du mir sagst, alles ist vorbei...") über wilden "Europapokal"-Pogo bis zu Gehüpfe quer durch den Block ("Und jetzt nach links, links, links, bis es nicht mehr geht, und dann nach rechts, rechts, rechts, weil da keiner mehr steht...") war die gesamte Bandbreite vertreten. Dermaßen gut in Stimmung störte man sich auch kaum an der Fürther Führung nach zehn Minuten.

Die KSC-Truppe auf dem grünen Rasen zeigte sich einigermaßen engagiert, war aber kaum torgefährlich. In der zweiten Halbzeit verflachte die Stimmung im KSC-Block leider ziemlich - wahrscheinlich war man in Gedanken schon beim letzten Saisonspiel und dem dafür geplanten "Trauermarsch". Irgendwann fiel auch noch das 2:0 für Fürth, aber in der jetzigen Situation stört das sowieso nicht mehr großartig, so lange wenigstens Bemühen der KSC-Elf zu erkennen ist. Bald widmeten wir unsere Aufmerksamkeit vorwiegend der Anzeigetafel, wo die jeweils durch einen Gongschlag angekündigten reichlichen Tore und Ergebnisse aus den anderen Stadien zu lesen waren - besser gesagt Teilergebnisse, da die untere Hälfte der Tafel von der Tribüne davor verdeckt war... welche Schildbürger hier wohl am Werk waren?

Gegen Ende der Partie wurden dann wieder munter Fahnen geschwenkt; und nach Abpfiff trauten sich einige KSC-Spieler sogar in Richtung Fanblock - allen voran Keeper Thomas Walter, der zum Abklatschen an den Zaun kam. Für die Rückfahrt konnten wir zum Glück einen Platz im Auto bis Frankfurt Hbf ergattern, so dass wir es von dort aus mit Wochenendticket ohne größere Zwischenfälle wieder bis Köln kamen. Alles in allem eine lohnende Tour, und die Spannung im Hinblick auf die kommende Saison wächst langsam...


Siehe auch:
> 2. Liga 99/00 > 33. Spieltag: Greuther Fürth - KSC 2:0
33. Spieltag: Greuther Fürth - KSC 2:0
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