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Spielberichte 2. Liga 99/00
29. Spieltag: Alemannia Aachen - KSC 4:1

30.04.2000, Aachen, Tivoli

Am 29. Spieltag ging es für den KSC zum Aachener Tivoli. Beim ambitionierten Aufsteiger wollte der KSC nach dem Sieg gegen Cottbus erneut punkten, doch es kam mal wieder alles anders.

Am Kölner Hauptbahnhof traf ich mich um kurz vor Eins mit zwei weiteren KSC-Fans aus Köln bzw. Bonn. Nach einer Stunde Fahrt waren wir auch schon in Aachen. Dort nahm uns ein Alemannia-Fan netterweise im Auto mit zum Tivoli ("Ihr seid schließlich schon genug gestraft" - kann ich nur unterschreiben!). Der Gästeblock war erneut recht gut gefüllt. Vor Spielbeginn mußte man sich allerdings erstmal die beeindruckende Vorstellung der Heimfans ansehen. Die 13.000 Aachener zeigten sich dabei von ihrer besten Seite. Zum Karnevalshit "Hände zum Himmel" wurden schwarz-gelbe Plastiktüten geschwenkt und auch der Anton aus Tirol kam nicht zu kurz.
Doch auch der KSC-Block war gut drauf. Die Mitgereisten hatten als Intro eine neue blau-weiße Riesen-Schwenkfahne zu bieten; dazu die üblichen Doppelhalter und die PS-Überziehfahne. Natürlich durfte eine anständige weiße Rauchbombe nicht fehlen, was von den Gastgebern mit "Absteiger"-Rufen quittiert wurde.

Auf dem Spielfeld gab es einen Einstand nach Maß für den KSC. Bereits nach fünf Minuten war Rainer Krieg mit seinem 15. Saisontreffer erfolgreich. Über den zu weit vor seinem Tor postierten Alemannia-Keeper hinweg gelang ihm ein shenswerter Lüpfer. Im KSC-Block wurden nun sämtliche Jubelvarianten zum Besten gegeben. Zunächst wurde mit dem Rücken zum Spielfeld getanzt und der "Wir sind die Karlsruher"-Wechselgesang mit anschließender wilder Pogo-Einlage wurde sogar von den Aachener Zuschauer staunend zur Kenntnis genommen. Nach einer weiteren diesmal blauen Rauchbombe gab es dann jedoch unnötigerweise einen Ordnungshüter-Aufmarsch im Gästeblock.

Fußball wurde jedoch auch gespielt. Der KSC zeigte sich recht engagiert und kam zu einigen Chancen, doch die Hausherren wurden zunehmend stärker. Und wie es sich somit bereits angedeutet hatte, kam die Alemannia kurz vor der Halbzeit durch Taifur Diane zum Ausgleich.

In der zweiten Hälfte wurde Simon Jentzsch im KSC-Gehäuse dann richtig warmgeschossen und die Gäste gerieten immer stärker ins Schwimmen. In der 68. Minute gelang Lämmermann folgerichtig mit einem Gewaltschuß das 2-1; auch Simon Jentzsch war diesmal chancenlos. Einige Alemannia-Fans im Nachbarblock meinten daraufhin, die mitgereisten KSC-Anhänger provozieren zu müssen, und so kam es zu einem verbalen Schlagabtausch.

Zurück zum Geschehen auf dem Rasen: beim KSC waren jetzt wieder die typischen Zerfallserscheinungen zu beobachten und einige Spieler schienen ganz offensichtlich überfordert. Der junge Caruso wurde daraufhin erlöst und machte de Napoli Platz. Dagegen sorgte bei den mitgereisten KSC-Fans die Einwechslung des unbeliebten Marc Arnold für Unmut, de für Rainer Krieg ins Spiel gekommen war.

Die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Hausherren fiel in der 76.Minute. Nach einem Foul von Bäumer an Incemann verwandelte Berchthold den anschließenden Strafstoß zum 3:1.

Dass wiederum Taifur Diane in der 85. Minute auch noch das 4:1 erzielte, war dann auch schon egal.

Nach dem Spiel fuhren wir noch mit den anderen KSC-Fans in die Düsseldorfer Altstadt. Zu feiern gab es zwar nichts, aber es wurde trotzdem ganz nett. Mit dem letzten NRW-Express ging's um kurz nach eins nach Köln zurück, wo die badische Abschiedstour in zwei Wochen fortgesetzt wird.


Siehe auch:
> 2. Liga 99/00 > 29. Spieltag: Alemannia Aachen - KSC 4:1
29. Spieltag: Alemannia Aachen - KSC 4:1
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