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Spielberichte 2. Liga 99/00
28. Spieltag: KSC - Energie Cottbus 1:0

23.04.2000, Karlsruhe, Wildparkstadion

Zunächst gab es beim Heimspiel gegen die Niederlausitzer einen neuen Zuschauer-Minusrekord zu vermelden. Lediglich 4.200 Besucher wollten sich den Ostersonntag mit einem KSC-Besuch verderben. In Anbetracht der Tatsache, dass es über 5.000 Dauerkartenbesitzer gibt, durchaus bemerkenswert. Diejenigen, die schließlich das weite Rund des Wildparks spärlich bevölkerten, hatten sicherlich nur mäßige Erwartungen an die bevorstehenden neunzig Minuten Zweitliga-Fußball. Die Cottbuser waren als Tabellendritter und klarer Favorit angereist. Beim KSC hingegen gab es wieder mal einen neuen Trainer. Der bisherige Übungsleiter Jogi Löw wollte sich das Desaster nicht mehr antun und hatte im Laufe der vergangenen Woche freiwillig seinen Stuhl geräumt. So saß diesmal der bisherige Co-Trainer Marco Pezzaiuoli auf der KSC-Bank - nach Rainer Ulrich, Guido Buchwald und Jogi Löw übrigens schon der vierte Coach in der laufeenden Saison.

Aus dem KSC-Fanblock kam zu Spielbeginn eine gelungene "Abschieds-Aktion". Unter Gesang und untermauert von dem Spruchband "TRÄNEN LÜGEN NICHT" wurden weiße Taschentücher geschwenkt. Nachdem man auch noch das passende melancholische Lied angestimmt hatte, wurde recht passabel angefeuert (ein bißchen Spaß muß sein...). Das KSC-Team präsentierte sich zu Beginn durchaus ordentlich und konnte sich einige Chancen herausarbeiten. Von Cottbus hingegen war für einen Aufstiegsanwärter erschreckend wenig zu sehen.
Mit 0:0 ging es schließlich auch in die Halbzeit.

Dasselbe Bild in Hälfte zwei: Der KSC spielte nach vorne und wurde bereits nach einer Viertelstunde zählbar belohnt. Ausgerechnet Carsten Lakies, der nach einigen mißverständlichen Äußerungen in der letzten Stadionzeitung bereits kurz vor der Suspendierung gestanden hatte, sorgte per Kopfball für die Führung. Im Block der Gastgeber wurde dies natürlich gefeiert, auch wenn es für uns im Grunde sowieso um nichts mehr ging. Im weiteren Verlauf geriet die KSC-Führung nicht mehr ernstlich in Gefahr - stattdessen hatten die Badener unter anderem durch den eingewechselten Diaz Araya die Chance, auf 2:0 zu erhöhen.

Letzlich blieb es beim knappen 1:0, was den KSC zwar auch nicht mehr retten kann, aber doch zumindest den vierten Saisonsieg bedeutete. Nach dem Spiel ging's es noch in die Fankneipe "Titanic", wo das seltene Ereignis "KSC-Sieg" noch ein wenig gefeiert wurde.

Ein Jammer, dass sich die Mannschaft in dieser Saison nicht öfter so engagiert präsentiert hat - der Super-Gau Regionalliga hätte sonst sicher vermieden werden können.

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